Verlängerter Sommer beim Ironman 70.3 Italy.

von: Martin Sedlmayr

Der Sommer hat sich heuer nicht von seiner Wonne-Seite gezeigt.    
So ist es besonders schön im Rennkalender einen Termin in Italien zu haben.

Monika und ich haben eine Woche bei über 30°C einen echten Sommer in der Emilia Romagna mit Wanderungen am hügeligen Hinterland und kurzweilige Radausfahrten der Küste entlang genossen.

Am Samstag 18. Sept. konnte ich die Langstreckler beim Leiden beobachten. Auch mal eine nette Perspektive am Streckenrand statt mittendrin.
Da am Wochenende ca. 4000 Triathleten starteten und auch einige Triathleten als reine Zuschauer vor Ort waren, waren viele Athleten die Tage zuvor auf dem Rad oder in Joggingschuhen zu sehen.
Am Sonntag waren dann ca. 1500 Athleten auf der Mitteldistanz unterwegs. Pünktlich zum Rennstart kamen Wolken und der Wind.
Das Schwimmen im Meer mit Wellen fand ich ganz lustig, da muss man den Blick nach vorne mit einem Wellenhügel synchronisieren.
Mit einer Schwimmzeit von 32min. (Strecke war eher 1850 statt 1900m) war ich positiv überrascht.
Die vermeidlich schnelle Radstrecke (da meist flach) stellte sich wegen Wind und sehr rauem Teerbelag als doch nicht so schnell heraus: Die 2:41h hatte ich auch am Walchsee mit vielen Höhenmetern geschafft.
Die Radstrecke führte ins Hinterland an Salzseen mit rosa Flamingos vorbei und auf einem Aussichtsberg mit schöner Aussicht: italienisch herbstliche Landschaft (gelbe Wiesen, sanfte Hügel, Pinien & Co.).
Mit einem über 500m Langen Rad-Check-In-Bereich gab es eine Laufstrecke in- und außerhalb der Wechselzone.
Die Laufstrecke außerhalb der Wechselzone führt in 3 Runden durch die Stadt, vorbei an schönen Platzen, Kaffees, und Sehenswürdigkeiten.
Highlight bei der Verpflegung: Wegen Corona gab es statt lauwarmer Schwämme ca. alle 2 bis 3 km gekühlte 0,5L Flaschen Wasser.
Da wurde es einem beim Laufen nie wirklich heiß. Ein Service den meist nur den Profis gegönnt ist (Jeder kennt die Gestik-Sprache von Frode wenn er an der Verpflegungsstelle eine ganz große Wasserflasche will).
Mit der Laufzeit von ca. 2h war ich top zufrieden, da ich mit konstantem Tempo durchhalten konnte und noch recht entspannt ins Ziel eingelaufen bin.
Mit einer AK-Platzierung im ersten Viertel und beim Gesamtfeld im ersten Drittel passte auch die Endzeit für meinen Anspruch.
 
Fazit: Wer in diesem Sommer ein gebranntes Kind ist und keine Lust hat in 2022 auf einen sonnigen Sommer zu warten, der sollte hier nächstes Jahr starten!

Viele Grüße und große Vorfreuden auf einen vollen Rennkalender im Post-Corona-Jahr 2022 wünscht euch Martin.PS: Im Finnischer-Foto seht ihr im Hintergrund jede Menge Kälteschutz-Folien: Die Italiener brauchen scheinbar so etwas bei „relativ kühlen“ Temperaturen von schwülen 26°.