Der erste Murnauer Blueland-Trail Run am 12.10.19

von: Linda, Whitey und Martin

….rund 36 Kilometer und 1800 Höhenmeter.

Post SV Staffel „4-für-Rolf“- Christian Weiß, Linda Fett, Martin Sedlmayr

Nach einer „FreiwasserSts“ Staffelsee-Schwimm-Querung im Sommer, beim „Burger-danach“ im Lido erzählt Whitey, dass Schüler des Staffelsee Gymnasiums als P-Projekt mit Ihrem Lehrer Johannes Riedelsheimer einen Trail Run in unserer Heimat organisieren.

Ich, Linda, sitze da und frage „und wer läuft mit mir Staffel?“. Aus der Staffel „4-für-Rolf“ starten dann erkältungsbedingt (Rupi Sedlmayr) nur wir drei: Linda Fett, Christian Weiß (Whitey) und Martin Sedlmayr.

Whitey: 7,5 k, pace 4:04, 00:30 h
Da ich mich nicht zu einem Start über die ganze Distanz aufraffen konnte, wählte ich einen Staffel-Part gemeinsam mit Linda und Martin, wobei mein Part die „einfachen“ ersten 8 km von Murnau bis Ohlstadt darstellte. Morgens von Linda abgeholt, starteten wir mit guter Laune und Kaffee nach Murnau, wo wir auf Martin trafen. Nachdem es in der früh noch recht zapfig war, wärmten wir uns – wie andere Teilnehmer auch – in der Sparkasse auf, die in der Nähe des Startbereichs lag.

Um 7:30 Uhr fiel der Startschuss für die gut 70 Starter, unter denen sich mit mir auch 8 Staffelteilnehmer befanden. Ob der kurzen Distanz wählte ich ein – für mich – hohes Tempo und lief damit auch die ersten Minuten vorne hinter dem Führungsradler hinterher bevor sich der erste deutlich schnellere Einzelteilnehmer vor mich setzte. Ich konnte mich in der Verfolgergruppe zweier weiterer Einzelteilnehmer einreihen, die ein in Anbetracht der Gesamtdistanz ziemlich hartes Tempo anschlugen. Die Nachdem es die ersten 2,5 km tendenziell bergab, danach aber wieder hoch gegangen war, war ich wirklich froh nach gut 7 anstrengenden Kilometern den Wechselbereich erreicht zu haben, wo Linda bereits mit meinem Fahrrad auf mich wartete…. 
 
Linda: 11 k, 1095 hm, 2:20h
Haha, Whitey wartete auf mich, nicht ich auf ihn, als ich völlig außer Puste nach meinen 8-Radel-k zur Wechselstelle ankam! Hatte ich noch Straßeneinfahrten für die Läufer sichern geholfen, 

kam ich ihnen dann selbst auf dem Rad nicht mehr wirklich hinterher!
Also, mehr als warm und keuchend laufe – laufe ich? – gehe ich los. Bergauf gehen, so schnell es halt geht, im Chemopace.
Jedenfalls geht’s auch total schön trailig, zunächst am Bach entlang, zum Heimgartengipfelkreuz. Wurzeln, Steine, schmale Wege… genaue Wegbeschreibung kann ich als Orientierungsdepp schwer geben aber alles ist total gut in grün markiert.
Nach und nach lasse ich die richtigen Trailrunner an mir vorbeiziehen, der schöne Weißvorsprung schwindet. Aber das ist mir egal, ich bin dabei und am Berg. Und als dann nach ca. eineinhalb Stunden der Heimgartengipfel in Nah- und Ansicht ist, bekomme auch ich mein Ständchen auf einem Horn geblasen. Einer der Organisatoren steht dort oben, ich sehe die kleine Silhouette im Sonnenlicht,die Klänge ziehen zu mir runter und mischen sich unter meinen keuchenden Atem. Ein unvergesslich magischer Moment. Nach der Heimgartenhütte „rechts“ und endlich ab(wärts), Richtung Wankalm. Wie immer, abwärts kann auch ich laufen und konzentriere mich, Schritt für Schritt, in meiner Mitte. Die Mühe soll sich lohnen, sahne ich dann schließlich auch ein Downhill Krönchen auf Strava ab.
Weiter bis ich Martin sehe. Rufe ihn aus seinen Klamotten raus…und bin ausgepowered und glücklich.

Martin: 17,5 k, 700 hm, 2:10 h
Der Start und Ziel am Marienplatz in Murnau macht mit dem Bergblick auf die Hohe Kiste große Vorfreude. Ich fuhr mit dem Trupp zur Bergwechselstelle und machte an der ersten Wechselstelle in Ohlstadt Zwischenhalt um den Rennverlauf als „Zuschauer“ zu erleben. Dort lag das Feld noch ziemlich nahe beieinander. An der Bergwechselstelle angekommen machte ich eine kleine Wanderung um die Herbstwelt zu erleben. Die ersten 5 Läufer kamen dann recht bald. Doch dann gab es große Lücken, die ich im Klappstuhl mit Salzstangen überbrückte. Als ich dann so im Klappstuhl döste, hörte ich von der Ferne die Linda rufen „Martin umziehen!“. So wechselte ich schnell in Laufkleider und sprintete los, nach dem Motto 500 hm sind ja nichts. Jedoch stellte sich heraus, dass der Weg am Grat in Richtung Heimgarten dann doch eher lang und unwegsam auf-und-ab ging –> aber mit krassem Panorama. Am Heimgartensattel war ich dann froh, dass es abwärts ging. Beim Bergabsprint empfand ich ein Gefühl wie „Fliegen“ —  Der Laufstil war wohl eher Fliegen als Laufen. Ich erschreckte so ziemlich viele Wanderer und sammelte viele Athleten ein. Erst ab Ohlstadt gliederte ich mich wieder dem normalen Tempo an und merkte bald schwere Beine. Bei den letzten 2 km sehnte ich mich dann nach den Marienplatz, dort wurde ich schon von Katharina und den Staffelmitgliedern erwartet. Heute nach 5 Tagen bin ich in meinen Bewegungen noch stark wegen Muskelkater eingeschränkt. Bergabsprints rächen sich alt megamäßig, aber die Freuden beim Lauf waren größer!