30. Regensburger Triathlon

von Christopher Robold

Zum 30. Jubiläum des Regensburger Triathlon wartete das Wetter mit idealen Bedingungen auf – leicht bewölkt, fast windstill und mit Temperaturen um 25°C. Das Starterfeld war dementsprechend gut mit Teilnehmern gefüllt, rund 350 waren es auf der Olympischen Distanz. Bereits zum zweiten Mal wurde aufgrund der Nachfrage auch eine Mitteldistanz angeboten.
Eines Jubiläums würdig, gab es bei der Startnummernausgabe einen üppig gefüllten Rucksack mit Verpflegung und Goodies sowie Schwämmen für die Laufstrecke. So sollten sich die weggeschmissenen Schwämme deutlich reduzieren, eine gute und umweltfreundliche Maßnahme, finde ich. Bei der diesjährigen Ausgabe hat sich der Veranstalter TriStar Regensburg entschlossen, die alte und etwas längere Radrunde (39km) aus den vergangenen Jahren wieder ins Programm aufzunehmen. Für die Olympische und Mitteldistanz bedeutete dies, die wellige und teilweise steile Strecke ein- bzw. zweimal zu durchfahren. Ein fairer und windschattenfreier Wettkampf wurde so sichergestellt. Die Auftaktdisziplin blieb unverändert im Donaukanal und die Laufrunden folgten der Donau mit Spitzkehre entlang der Regensburger Altstadt.

Zuerst durften die Mitteldistanzler um 09:30 Uhr an den Start, kurz danach folgten die Sprint-Triathleten, Staffeln und Damen der Olympischen Distanz. Pünktlich um 10:00 Uhr ging die letzte Startgruppe der Herren Olympische Distanz im Massenstart auf die Strecke. Erfahrungsgemäß hoffte ich nach kurzer Zeit auf ein Ende des Gewühls, jedoch gestaltete sich dies heuer schwierig. Gefühlte 500m schwamm ich also mit anderen Athleten Kopf an Kopf mit allem, was dazugehört. So landete mal die ein oder andere Hand auf dem Hinterkopf bzw. der Fuß im Gesicht. Dies stellt zwar grundsätzlich kein Problem dar, zeigt jedoch, dass die Veranstaltung an ihre Grenzen stößt. Ein Wellenstart wie es bereits oft bei anderen Wettkämpfen durchgeführt wird, wäre sicher für alle entspannter! Nach rund 26 Minuten erreichte ich den Ausstieg, der ohne die engagierten Helfer nicht zu erklimmen gewesen wäre. Neo aus und ab aufs Rad… Hier war zu Beginn die Herausforderung, rechtzeitig in die befestigten Radschuhe zu schlüpfen – ansonsten heißt es barfuß den 15% steilen Schelmengraben hochzukurbeln! Die Strecke führte in einem welligen Auf und Ab in den Regensburger Norden. Die Beine waren gut, und so konnte ich Plätze gutmachen. Nach einigen Kilometern schloss ich zu einer kleinen Gruppe auf. Wir motivierten uns gegenseitig und absolvierten den Kurs in wechselnder Führung in rund 58 Minuten. Die letzten Meter vor der Wechselzone führten über eine Radbrücke und eine Mini-Schotterpassage, gut um den Gang etwas rauszunehmen und die Beine zu lockern.
Nach dem Wechsel konnte ich von Beginn an mein Tempo laufen. Die Zeit auf der zweimal zu durchlaufenden Wendestrecke verging wie im Flug. Auch hier machte ich noch einige Plätze gut, hatte jedoch keine Ahnung, an welcher Position ich im Feld unterwegs war. Zu meiner Überraschung und zur Freude meiner Familie und Begleiter konnte ich schließlich als 10. des Gesamtfeldes (1.AK4) in 02:04 Stunden am Regensburger Dultplatz einlaufen. Die verbrauchten Kalorien füllte ich im Anschluss an die Siegerehrung mühelos im Regensburger Spitalkeller wieder auf.

Am Ende bleibt eine insgesamt absolut empfehlenswerte und familiäre Veranstaltung, die von den TriStar Triathleten mit viel Hingabe organisiert wird. Triathlon, wie er sein soll.