Die letzte Austragung des Ironman in Zürich

von Michi Schwarzer

Nach einer problemlosen Vorbereitung fühlte ich mich fit und freute mich bei der letzten Austragung des Ironman Zürich teilnehmen zu können. Das Ganze sollte ein Überraschungspaket werden und mich einige Dinge lehren. Es versteht sich von selbst, dass die folgenden Punkte weder in Bezug auf Vollständigkeit noch zeitlicher Reihenfolge den Ablauf des Wettkampfes sachlich richtig darstellen.

  • Streckenkenntnisse aus dem Vorjahr sind gut, außer der Veranstalter ändert einfach mal eine Woche vorher den Verlauf der Radstrecke. Diese dadurch aber noch unrhythmischer zu gestalten und zusätzliche Höhenmeter einzubauen macht es bei Dauerregen in der ersten Radstunde einfach nur noch schwerer.
  • Lass dein Rad niemals in der Sonne stehen, wenn du nicht kurz vor dem Check-in deinen geplatzten Schlauch an der Scheibe wechseln willst.
  • Das viele hinterher Gekeuche (danke Harald) im Winter im Hallenbad hat auf jeden Fall zu einer ordentlichen Schwimmzeit geführt. Auch wenn sich der Spaßfaktor manchmal in Grenzen hält. J
  • Ganz allein über 80-100 km auf der Radstrecke zu fahren zeigt dir, ob deine Beine gut sind. Die waren gut, doch manchmal würde man sich (natürlich bei fairem Abstand) eine kleine, gute Gruppe wünschen, um einen noch besseren Radsplit aufs Papier zu bringen.
  • Lutscher gibt’s immer wieder, aber wenn dein Hintermann am Rad über Kilometer auf einen halben Meter auffährt und er nach deiner Aufforderung, das zu unterlassen, mit einem frechen „that’s life“ antwortet, muss man davon ausgehen, dass mancher „Ironman“ kein Ehrgefühl besitzt.
  • Die beste Laufform nützt nichts wenn du 25 km mit offenen Blasen durch die Gegend humpelst, weil du zu bescheuert bist deine Füße beim Wechsel sauber zu machen, damit kleine Steinchen nicht ständig im rechten Schuh randalieren.
  • Manche Menschen sind einfach nur verrückt. Wenn du mitten in Zürich auf einmal bekannte Stimmen am Streckenrand wahrnimmst, die dich wie verrückt anfeuern, dann müssen das Irmi und Bert sein. Vielen Dank auch an meine Frau für den geilen Support an der Strecke. Ihr seid die Besten.

So, genug Gelaber. Am Ende steht eine neue persönliche Bestzeit und ein ziemlich gutes Rennen mit kleineren Problemen. Es gibt noch viel zu tun, um irgendwann das gefühlt perfekte Rennen zu machen, aber ich komme dem näher.

Und jetzt ab ins Wasser oder aufs Rad. Schließlich wollen wir in zwei Wochen in der Bayernliga was zusammenkriegen und nochmal aufs Podest 😉