Domi gewinnt AK in Beilngries – Yvonne wird AK- Dritte im Sprint

von Dominic Wimmer

Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch. Karl Valentin bringt es auf den Punkt. Als Draußensportler müssen es Triathleten nehmen, wie es kommt. Vergangenes Jahr herrschte beim Bühler Triathlon in Beilngries (Altmühltal) noch eine Bullenhitze, diesmal ließen üppige Regenwolken ihren Inhalt pünktlich zum Start des Wettkampfgeschehens über den Veranstaltungsort herniedergehen. Als die Starter von Regional- und Bayernliga ins Wasser gingen, schüttete es wie aus Eimern. Entsprechend getrübt war die Laune bei Verena, Yvonne und Dirk, die über die Sprintdistanz gingen. Denn mit dem Wolkenbruch hatte es entsprechend auf 12, 13 Grad abgekühlt. Dominic, der auf seinen Start auf der Olympischen Distanz wartete, konnte dem Trio Mut machen und sich als Motivator am Streckenrand betätigen.Und dann ging es auch schon los für die drei Post-SVler im Neopren: Auf der 750 Meter langen Schwimmstrecke in der Altmühl legten die beiden Ladys ordentliche Zeiten hin. Yvonne war nach 14:05 Minuten wieder an Land, Geburtstagskind Verena folgte 41 Sekunden später. Dirk ließ es etwas gemütlicher angehen und erreichte nach 16:06 Minuten die Wechselzone. Mit gebotener Vorsicht machten sich die drei auf die Radstrecke, denn es tröpfelte immer noch und auf den Straßen warteten enge Wendepunkte, darunter ein Kreisverkehr. Dirk schloss zu den beiden Post-Damen auf und benötigte für die knapp 20 Kilometer 32:40 Minuten. Es folgte Yvonne nach 35:58 Minuten und dann Verena 37:36 Minuten, die in den vergangenen Wochen aufgrund einer Verletzung kaum Laufen und Radfahren konnte. Jetzt ging es auf die Laufstrecke, wo Dominic seine drei Vereinskollegen wieder nach vorne brüllen konnte. Yvonne machte mit einem soliden Lauf und einer Gesamtzeit von 1:18:32 Stunden den Sprung aufs Podium ihrer Altersklasse perfekt. Verena legte  an ihrem 32. Geburtstag einen tollen Wettkampf hin, wenn man die fast nicht vorhandene Vorbereitung der vergangenen Wochen berücksichtigt. Mit 1:22:47 Stunden wurde sie 161. im gesamten Teilnehmerfeld und landete unter 320 Finishern fast exakt im Mittelfeld. Dirk konnte mit der fünftschnellsten Laufzeit seiner Altersklasse glänzen und machte noch einmal 18 Plätze gut, sodass er als 73. Mann einlief.

Auch auf der Olympischen Distanz blieb es verregnet und windig. Dominic ging als einer von 328 Startern ins Wasser. Mit 24:17 Minuten legte er ein recht ordentliches Schwimmen hin. Angefeuert von den Jungs aus dem Weilheimer Bayernligateam machte er auf dem Rad gleich Plätze gut. Leider ereignete sich im weiteren Rennverlauf ein etwas schwerer Radunfall, bei dem die Rettungskräfte schnell vor Ort waren. Dadurch mussten die restlichen Teilnehmer in diesem Bereich auf der ohnehin schon dicht bevölkerten Radstrecke langsamer fahren. Das kostete auch Dominic, der selbst ein Windschatten freies Rennen erlebte, Zeit. Aber er erreichte nach etwas mehr als 38 Kilometern nach 57:40 Minuten als Siebter die Wechselzone. Er machte sich gleich auf die Verfolgung der Podiumskandidaten. „Ich hatte so massive Gänsehaut, weil die Stimmung in Beilngries so genial war. Auf der ersten und zweiten Laufrunde hatte ich die Zuschauer an den Stimmungsnestern ganz für mich alleine“, sagte er nach dem Rennen. Mit 36:14 Minuten legte er die viertschnellste Laufzeit aller 324 Finisher hin. Als er in den Zielkanal einbiegen durfte, konnte er es gar nicht glauben, dass die Uhr gerade erst die Zwei-Stunden-Marke übersprungen hatte. Als Sechster im Gesamtfeld hatte er mehr als zwei Minuten Vorsprung auf den Siebten und gewann seine Altersklasse mit drei Minuten Vorsprung.

Am Ende waren sich alle Weilheimer einig: Auch an Regentagen hat man manchmal Grund zur Freude. Dieser 25. August war so ein Tag.