Christopher wird Gesamt-Siebter auf der Erlanger Mitteldistanz – und Regensburg lief auch!

von Christopher Robold

Dass sich auch außerhalb Oberbayerns schöne Wettkämpfe finden lassen, steht außer Frage.
Zu den Klassikern in Bayern gehört seit Langem der Erlanger Triathlon, der mit seiner immerhin fast 30jährigen Geschichte aufwartet. Hier absolvierte ich vor zwölf Jahren meinen ersten Triathlon überhaupt und habe mich auch gleich für die Mitteldistanz (2-80-20) entschieden. In etwas über fünf Stunden erreichte ich damals die Ziellinie – seitdem hat mich dieser Sport nicht mehr losgelassen und Erlangen steht seitdem in unregelmäßigen Abständen immer wieder auf dem Programm!
Ende Juli fand dieses Jahr die Austragung der 29. Ausgabe statt, wo ich mich für die Olympische Distanz (1,5-40-11) angemeldet hatte. In freudiger Erwartung des bisher sehr warmen und trockenen Wetters, war die Ernüchterung groß, als es am Sonntagmorgen ordentlich regnete. Durch die Abkühlung war das Schwimmen mit Neoprenanzug erlaubt – das erste Mal überhaupt bei einem Triathlon, bei dem ich startete dieses Jahr! Ich benötigte länger als gewohnt für das Anziehen des Neos und bin gerade so mit dem Startschuss in den Main-Donau-Kanal gesprungen. Als Wendepunktstrecke angelegt, war die einzige Herausforderung die letzte Boje möglichst nah zu umschwimmen und dann wieder Gas zu geben. Nach rund 26 Minuten erreichte ich den Ausstieg, wo die Helfer einen aus dem Kanal in Richtung Wechselzone katapultierten. Die Räder waren beidseitig in einer langen Reihe geparkt – daher war gute Orientierung erforderlich! Der Wechsel zum Rad verlief für mich ungewohnt, da ich zunächst etwas zu weit gelaufen war. Nach zwei hastigen Minuten verließ ich die Wechselzone mit den nackten Füßen auf den befestigten Radschuhen. Das frische Wetter empfand ich trotz Nässe angenehm, und so konnte ich auf der welligen Radstrecke rund um Erlangen ordentlich Druck machen. Die Kurven waren mit Vorsicht zu genießen, und so legten sich einige Teilnehmer unfreiwillig auf die Straße – zum Glück ohne ernsthafte Verletzungen. Ich wechselte nach rund einer Stunde Fahrzeit als zehnter vom Rad und suchte mit klammen Füßen meinen Wechselbeutel mit den Laufsachen. Ich versuchte die Platzierung zu halten und versuchte schnell die Lücken zu den Vorderen zu schließen. Die ersten zwei Kilometer führten am Kanal entlang, durch das Stadion des TV Erlangen 1848 und schließlich zurück über eine Brücke in den Wald. Vor dem Wendepunkt kamen mir die Führenden entgegen, ich wollte meine Platzierung unbedingt halten. Ich biss mich durch die teils winklige und matschige Laufstrecke und erreichte sehr zufrieden als 7. in der Gesamtwertung das Ziel.

Fazit: Eine sehr gut organisierte Veranstaltung, viele Helfer mit Flair teilweise wie in Roth (Schwimmen und Laufen am Kanal!).

Anfang August lockte mich wieder der Regensburger Triathlon, diesmal in der 29. Ausgabe mit neu angebotener Mitteldistanz (2-83-20) – die Olympische Distanz (1,5-41-10) war auch hier meine Wahl.
Die Temperaturen rund um den Regensburger Dultplatz sollten rund 30°C betragen, der Veranstalter sorgte für eine entsprechend gute Vorbereitung: So war ein Check-In nur mit gefüllter Trinkflasche möglich und die Verpflegungsstationen wurden auf die Mitte der Laufstrecke verlegt, da jeder Starter diese dann zweimal pro Runde ansteuern konnte. Insgesamt sehr gute Maßnahmen, so sollten alle Veranstalter ihren Athleten entgegenkommen!

 
Pünktlich um Zehn erfolgte der Start für die Herren der Olympischen Distanz, nachdem zuvor alle Startgruppen auf die Strecke geschickt worden sind. Der Donaukanal war mit rund 25°C sehr warm, etwas kühler wäre sicher angenehmer gewesen – aber hilft ja nix. Die Steilheit des Ufers ließ sich nur mit den Helfern des Tristar Regensburg überwinden, leicht schwindelig ging es dann in die Wechselzone am Dultplatz. Mein Rad war direkt am Ausgang abgestellt, so dass ich direkt in die Radschuhe schlüpfen konnte ohne mühsamen Einstieg erst auf dem Rad. Aus der Wechselzone ging es über die Donaubrücke direkt in den sogenannten Schelmengraben, eine 15%ige Stichstraße am Hochufer. Die erste Herausforderung wartete also gleich zu Beginn der Radstrecke (und dann nochmal, da zwei Runden zu befahren waren). Die ersten fünf Kilometer waren durch ständiges Auf und Ab mit viel Drücken geprägt, schwer hier einen Rhythmus zu finden. Dafür kann man ab der Hälfte unbesorgt aufs große Kettenblatt wechseln und mit über 5o km/h Regensburg entgegenfahren! Kurz vor der Wechselzone ging es witzigerweise noch über die Pfaffensteiner Radbrücke, eine mit Holz beplankte einspurige Brücke über die Donau. In der zweiten Runde versagte ab der Hälfte leider mein Akku, so dass ich auf dem kleinen Blatt weiterfahren musste. Sehr ärgerlich, aber nicht zu ändern!

Dafür konnte ich meine Beine schonen und versuchte beim Laufen noch Schadensbegrenzung zu betreiben, was bei der aufkommenden Mittagshitze leichter getan als gesagt war. Die Ausblicke entschädigten: Die Laufstrecke liegt wunderschön an der Donau mit tollen Blicken auf die Altstadt und ihren Sehenswürdigkeiten wie Steinerner Brücke und Dom! Wasserduschen mit Schwämmen und aufgestellte Gartensprenkler kühlten zum Glück ausreichend und so lief ich als 15. über die Ziellinie.

Fazit: In Regensburg lassen sich Sport und Kultur an einem Wochenende wunderbar vereinen!